Zukunftswerkstatt

Die Krisen der letzten Jahre (Corona, Kriege, demographischer Wandel) haben vielfach Löcher gerissen und gezeigt, dass staatliche Möglichkeiten begrenzt sind. Zu spüren sind die Nöte aber zuerst bei den Menschen, die tatsächlich auf Hilfe angewiesen sind: Auf der Straße, in familiären Krisen oder beim Auftreten von Pflegebedarf.

Unter der Federführung von Eva Theis, Fundraiserin bei der Diakonie Leipzig, haben wir daher begonnen nachzuforschen: wie können wir den Impact der Stiftung vergrößern? Wie können wir unsere Anliegen wirksamer vortragen? Wie können wir stärkere Beziehungen bauen, um erfolgreichen Menschen zu helfen, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben?

Dazu hat sich ein Beirat gegründet, der starke Projekte identifiziert und Persönlichkeiten gewinnen will, sich mit der Stiftung zu vernetzen.

Blick über die Schulter

Folgende Projekte stehen derzeit im Fokus des Beirats:

(Foto: Matthias Möller)

Hunderte Menschen in Leipzig schlafen jede Nacht auf der Straße. Tendenz: steigend! Der Stadtverwaltung Leipzig sowie allen beteiligten sozialen Trägern ist klar, dass mehr getan werden muss. In Deutschland und Europa fragen wir nach Best-Practice-Beispielen. Warum nicht auch in Leipzig das Thema neu anpacken?

Im Haus Lebensweg der Diakonie Leipzig werden junge Mütter mit Kleinkindern in ihrer Elternrolle gestärkt und intensiv begleitet. Damit die Kinder trotz der Belastungen ihrer Eltern gute Chancen für die Zukunft haben, sind häufig auch im Anschluss weitere Hilfen notwendig. Unser Ziel ist es, Familien in schwierigen Situationen noch passgenauer zu beraten und zu unterstützen, damit kein Kind auf der Strecke bleibt.

(Foto: De Visu/Adobe Stock)

Junge Leute in Ausbildung haben es schwer, in Leipzig bezahlbaren Wohnraum zu finden. Gleichzeitig vereinsamen Senioren in den eigenen vier Wänden, die sie nicht verlassen wollen, aber oft für sie zu groß sind.

Liegt in beiden Problemen nicht eine Lösung, wenn man sie matcht? Im Projekt Christophorus der evangelischen Kirchengemeinde Marienbrunn sehen wir einen guten Ausgangspunkt, generationenübergreifende Hilfen zu schaffen.

Obdachlosigkeit plus Beinbruch? Wohnungslos und eine ambulante Chemo? Solche Härtefälle brauchen unbürokratisch und schnell Hilfe. Wir fragen uns, wie in Leipzig ein Projekt für eine Krankenwohnung geschaffen werden kann. Hier kommt es vor allem auf ein starkes Netzwerk für laufende Ausgaben an.